Ein Leben mit Tieren

Ich bin mit Tieren aufgewachsen.

 

 

 

Seit Jahrzehnten arbeite ich mit ihnen.

 

 

 

Nicht aus Theorie – sondern aus Erfahrung.

 

 

 

Ich habe gelernt, dass viele Probleme tiefer liegen, als man sie von außen erkennen kann. Pferde, Hunde, Lamas und andere Tiere haben mir über viele Jahre gezeigt, wie fein sie wahrnehmen, wie ehrlich sie reagieren und wie sehr sie auf die innere Ruhe des Menschen antworten.

 

 

 

Die Wintermonate: Zeit des Lernens

 

 

 

Wenn es in den Wintermonaten am Hof ruhiger wurde, begann für mich eine besondere Zeit. Die Arbeit mit den Tieren ging natürlich weiter, aber der große Trubel der Reiterferien wurde stiller. Genau dann erwachte in mir immer wieder der Wunsch, weiterzulernen, tiefer zu verstehen und neue Wege zu entdecken.

 

 

 

Ich war nie jemand, der sich mit einfachen Antworten zufriedengab. Wenn ich mit Pferden, Kindern oder anderen Tieren arbeitete, wollte ich nicht nur sehen, was an der Oberfläche geschah. Ich wollte verstehen, was dahinterliegt: im Körper, im Verhalten, in der Seele und in der feinen Verbindung zwischen Mensch und Tier.

 

 

 

So machte ich eine Ausbildung zum Hufpfleger. Für meine vielen Pferde war das ein großer Schritt. Ich konnte ihre Hufe selbst besser beurteilen, pflegen und begleiten. Bei rund dreißig geliebten Pferden war das nicht nur praktisch und kostensparend, sondern vor allem ein weiterer Weg, noch näher bei ihnen zu sein und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.

 

 

 

Auch die Ausbildung zum Tierheilpraktiker prägte meinen weiteren Weg. Sie öffnete mir den Blick für naturheilkundliche, ganzheitliche und energetische Zusammenhänge. Natürlich ersetzt dieses Wissen keinen Tierarzt, wenn ein Tier ernsthaft krank ist oder eine klare Diagnose braucht. Aber es half mir, viele Situationen früher zu erkennen, achtsamer zu begleiten und die Tiere auf eine Weise zu unterstützen, die aus Erfahrung, Beobachtung und Respekt entstand.

 

 

 

Später machte ich auch den Kutschenführerschein. Ich wollte noch mehr über Pferde lernen, über Ausbildung, Vertrauen, Führung und Zusammenarbeit. Dieses Wissen half mir besonders bei meinen Haflingern, die ich zu Kutschpferden ausbildete. Wer mit Pferden arbeitet, weiß: Man kann ihnen nichts vormachen. Ein Pferd spürt, ob ein Mensch innerlich klar, ruhig und ehrlich ist.

 

 

 

Neben diesen sehr praktischen Ausbildungen zog es mich auch zu außergewöhnlicheren Wegen. Ich war wissbegierig und offen für alles, was mir half, Mensch und Tier tiefer zu verstehen. So absolvierte ich eine Ausbildung zum Hypnosetherapeuten. Ich arbeitete mit Hypnose zur Gewichtsreduktion, zur Raucherentwöhnung und auch mit Rückführungen in frühere Leben. Für manche klang das damals ungewöhnlich, für andere sogar verrückt. Für mich war es ein weiterer Versuch, die verborgenen Schichten des Lebens besser zu begreifen.

 

 

 

Kurse in Quantenheilung und anderen energetischen Heilweisen rundeten meinen Weg ab. Damals galt ich hier in Berchtesgaden für manche als Spinner, Esoteriker oder einfach als einer, der zu weit denkt. Heute sehe ich das gelassener. Viele Gedanken, die früher belächelt wurden, werden heute in anderer Sprache wieder diskutiert: Felder, Resonanz, Bewusstsein, Energie, Verbindung und die Frage, wie sehr alles miteinander in Beziehung steht.

 

 

 

Ob man es nun energetisches Feld, morphisches Feld, Resonanz oder einfach feine Wahrnehmung nennt: Ich habe schon vor vielen Jahrzehnten gespürt, dass Mensch, Tier und Natur nicht getrennt voneinander betrachtet werden können. Alles wirkt aufeinander. Ein unruhiger Mensch verändert ein Pferd. Ein ruhiges Pferd kann ein Kind beruhigen. Ein Ort, eine Pflanze, ein Tier und ein Mensch können miteinander in Verbindung treten, oft leiser und tiefer, als Worte es erklären könnten.

 

 

 

Dieser Weg hat mich geprägt. Er hat mich nicht von den Tieren weggeführt, sondern noch näher zu ihnen gebracht. Heute verbinde ich Bodenständigkeit mit Offenheit: Hufe, Stallarbeit, Pferdeausbildung und Hofleben auf der einen Seite – Naturheilkunde, Energiearbeit, Intuition und Seelenverbindung auf der anderen.

 

 

 

Vielleicht war ich meiner Zeit damals wirklich ein Stück voraus. Vielleicht war ich auch einfach nur neugierig genug, Fragen zu stellen, die andere nicht stellen wollten. Für mich zählt heute vor allem eines: Alles, was ich gelernt habe, soll Mensch und Tier dienen.

 

 

 

Ruhig.

 

 

 

Ehrlich.

 

 

 

Achtsam.

 

 

 

Ohne große Versprechen.

 

 

 

Mir geht es nicht darum, reich zu werden.

 

 

 

Mir geht es darum, zu helfen.